Erwartungen
Warum Sie uns immer wieder zum Verhängnis werden


Was erwartest du?!

 Am Ende des Tages ist sich jeder selbst der Nächste. Und um ehrlich zu sein, ich habe es satt.

Beschwere dich nicht. DU, mit deinen lächerlichen Problemen, die ja so winzig sind.
Da gibt es Menschen die haben ganz andere Probleme.
Also tu uns doch bitte den Gefallen und heul leiser. Weil, wenn wir ganz ehrlich sind, interessiert es uns eh nicht.

Wenn man jedoch ganz tief in sich hineinhört, weiß man, dass man eigentlich nur eins ist. Nämlich enttäuscht.
Und zwar von seiner eigenen Erwartung. Man Erwartet, dass die Menschen nett zu einem sind, schließlich hat man Ihnen ja nichts getan. Und immer wieder sind es die Erwartungen die uns einen Schlag mitten ins Gesicht erteilen.

Du dummes Ding. Wie konnte ich nur wieder so naiv sein und an das Gute im Menschen glauben denke ich mir, als ich komplett genervt und gebeutelt aus einem Meeting komme. Was ich zu sagen hatte, hat doch eh wieder keinen Interessiert.

Ich bin einfach nicht wichtig genug, dass mir zugehört wird. Und das macht mich so wütend. Mich macht es wütend, dass solche Gedanken in meinem Kopf tanzen wie schwarze Dämonen.  So kenne ich mich nicht. Aber irgendwie gibt es bestimmte Momente, da werden alle diese Dämonen in mir geweckt. Dann gibt es auch kein zurück mehr.
Zusammenreißen und professionell bleiben – schwierig.
Stattdessen eher, „ach macht doch was ihr wollt, auf mich wollt ihr eh nicht hören“.

Doch was ist das was da in uns vorgeht?
Sind es Komplexe, nicht gut genug zu sein? Sind wir empfindlich?

Nein -es sind unsere Erwartungen. Erwarte nichts – und du wirst nicht enttäuscht.
Aber will ich das? Will ich Erwartungslos durch das Leben gehen ganz nach dem Motto, passiert schönes freue ich mich und wenn nicht, dann eben nicht.
So ganz mag ich mich nicht mit diesem Gedanken anfreunden. Ist es denn zu viel Verlangt, zu erwarten, dass man respektiert wird, für voll genommen wird, dass man ausreden darf?
Unsere Erwartungen können beruflicher als auch privater Natur sein. Und wenn mir jemand sagt, er hätte an nichts und niemanden eine Erwartung, dann glaube ich ganz einfach, dass diese Person lügt. Vielleicht nicht mal bewusst. Vielleicht um sich selbst zu beruhigen und zu besänftigen.
Erwarte nichts – dann wirst du auch nicht enttäuscht.
Ein für mich so negativer Satz, der meiner Meinung nach nicht aus dem Mund einer glücklichen Person stammen kann.
Eher aus dem Mund einer resignierten Person. Oder einer Person die bereits Ihre Negativ-Erfahrungen gemacht hat.
Wie seht ihr das mit den Erwartungen?
Lebt ihr ganz nach dem Motto „Erwarte nichts und du wirst nicht enttäuscht“?

Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich mich immer wieder wie ein verwundetes Tier die Pfoten lecke und mich auch immer wieder dabei erwische wie ich denke, Mist, jetzt warst du deinem Gegenüber wieder zu offen und zu verletzlich.
Denn im Nachhinein hast du wieder eine Klatsche von dieser Person bekommen und ich war so blöd und hab mich ihr geöffnet.

Aber meine Erwartungen an meine Mitmenschen ausschalten? Kann ich mir einfach nicht wirklich vorstellen. Und der Glaube ( In diesem Falle in die Menschheit) kann ja bekanntlich Berge versetzen 😉